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Neuer Krisipedia-Fachbegriff: SWIFTY
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Krisenmeister am 02.12.2009 |
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auch bekannt als: Überweisungs-Vertigo. Eine moderne, temporär auftretende Geisteskrankheit, die nach der Durchführung von zu vielen Überweisungen in zu kurzer Zeit auftreten kann.
Ursache: wiederholte, vom Subjekt als "unfreiwillig" erlebte Abwicklung von Überweisungen offener Rechnungen, wobei für die klinische Diagnose eines SWIFTY entweder mehr als 20 Überweisungen in einem Zeitraum von 8 Stunden oder eine Transaktionssumme von mehr als 5000 Euro in einem Zeitraum von 24 Stunden vorhanden sein müssen.
Symptome: - finanzieller Ressourcenmangel - Gefühl der Wehrlosigkeit/Hilflosigkeit in Kombination mit Scham, Wut und Trauer - Bestohlenheitsgefühl und subjektives Nötigungserleben - massives Schwindelgefühl - selten: saures Aufstossen, kompensatorische Fressattacken
Therapie: - Einweisung in ambulante Schuldenberatungsstellen - Einnahme von aggressionsabbauenden Nahrungsmitteln (pro 5 Überweisungen bzw. pro 500 Euro Transaktionssumme 200 g Kartoffelchips oder wahlweise Krachmandeln)
SWIFTYs können mithilfe der modernen Medizin, Psychotherapie und Nahrungsmittelindustrie mittlerweile gut behandelt werden. Besonderes Renomme hat sich dafür die Abteilung IV. der Mahnseeklinik in Strubichl am See erarbeitet. |
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Neuer Krisipedia-Fachbegriff: Valuta Morgana
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Krisenmeister am 14.10.2009 |
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Bezeichnung für ein häufiges Krisen-Phänomen, das in Analogie zur berühmten Fata Morgana benannt wurde. Anstatt der optischen Täuschung einer durstlöschenden Oase beim langen Marsch durch eine Wüste tritt die Valuta Morgana auch in unseren Breitengraden auf. Valuta Morgana bezeichnet dabei in einer umfangreichen finanziellen Notlage die kurz anhaltende Freude, dass sich plötzlich und unerwartet eine größere finanzielle Zuwendung einstellt, die jedoch beim Greifen danach sich in Luft auflöst (üblicherweise durch eine zeitgleich eintreffende letzte Mahnung oder Exekution). |
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Neuer Krisipedia-Fachbegriff: Damokleskuvert
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Krisenmeister am 08.10.2009 |
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Ein Schriftstück, von dem man Grund zur Annahme hat, dass es bereits per Post unterwegs ist und welches einem bei Empfang finanziell das Genick brechen wird. |
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Neuer Krisipedia-Fachbegriff: Diabolus ex machina
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Krisenmeister am 23.09.2009 |
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lat: "Teufel aus der (Theater-)Maschine"
Der Diabolus ex machina ist das Gegenstück zum bekannten Deus ex machina. Der Deus ex machina bezeichnet das plötzliche Erscheinen einer Gottheit aus der Bühnenmaschinerie. In vielen antiken - und später auch modernen - Theaterstücken entstand in der Handlung eine Situation, die völlig auswegslos war und die durch das Erscheinen eines göttlichen Retters, des Deus ex machina, doch noch gerettet werden konnte.
Im Gegensatz dazu ist der Diabolus ex machina eine viel häufigere Erscheinung, die plötzlich und überraschend auftritt und das spärliche oder zart keimende Glück/Vermögen schlagartig vernichtet.
Beispiele für das verheerende Wirken eines Diabolus ex machina sind: - plötzlicher Zuwachs an Bargeld durch wohlmeinende Angehörige, der noch am gleichen Tag durch die Eilzustellung einer unaufschiebbaren Zahlungsaufforderung egalisiert wird - Wiedersehen mit einer alten Disko-Bekanntschaft, die im Anschluss an das letzte informelle Treffen Mutter von kapriziösen Zwillingen geworden ist - ursprünglich harmlose KFZ-Werkstatttermine, bei denen der Meister das wehrlos aufgespreizte Fahrzeug von unten mit einer kaltweißen Stablampe ausleuchtet und minutenlang nur "Hmmm.... hmm..." murmelt - sämtliche Zustellungen von unerwarteten Finanzamtsbescheiden (Ausnahme: "Falscher Hiob") - unangenehme AHA-Erlebnisse beim nächsten Telebanking, bei dem sich der verfügbare Rahmen über Nacht um 3000, 5000 oder 8000 Euro reduziert hat - Zahnarztbesuche nach einem kleinen, aber lästigen Zahnschmerz, bei denen der Zahnarzt alleine für die Diagnosestellung und das Kieferröntgen stufenweise 4-5 AssistentInnen aktivieren muß ("Beginn einer wunderbaren Geschäftsbeziehung") |
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Neuer Krisipedia-Fachbegriff: Deus ex machina
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Krisenmeister am 22.09.2009 |
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lat: "Gott aus der (Theater-)Maschine"
Der Deus ex machina bezeichnet das plötzliche Erscheinen einer Gottheit aus der Bühnenmaschinerie. In vielen antiken - und später auch modernen - Theaterstücken entstand in der Handlung eine Situation, die völlig auswegslos war und die durch das Erscheinen eines göttlichen Retters, des Deus ex machina, doch noch gerettet werden konnte. Der Deus ex machina ist das Gegenstück zum bekannten Diabolus ex machina
In der Finanzwelt hat sich dieser Begriff gerade seit der Wirtschaftskrise ebenfalls verankert. Ein Deus ex machina ist eine oft ersehnte, aber selten erscheinende Gestalt, die viele Formen annehmen kann. Beispiele für einen Deus ex machina in einer finanziell auswegslosen Situation sind: - unvermutete Erbschaft von unbekannten Angehörigen mit unermesslichem Reichtum ("Onkel aus Amerika") - Elementarereignisse, z.B. Feuer, Blitzeinschlag, Überflutung im Büro bei minderwertigem, aber überversichertem Inventar - negativer Vaterschaftstest nach langjähriger und kaum leistbarer Zahlung von Alimenten - Lottogewinn - Entdeckung einer ertragreichen Kupfermine im eigenen Schrebergarten - plötzlicher Tod eines ungeliebten Gläubigers - spektakulärer Bargeldfund unter der eigenen oder einer fremden Matratze - Fehlüberweisung einer irischen Bank im 7stelligen Bereich |
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